Phnom Penh

Kambodscha: UN-Mitgliedsstaat 30/193

Mit dem Flugzeug ging es von Bangkok weiter in die Hauptstadt Kambodschas, Phnom Penh. Nach einem ereignislosen Flug gab es für 30,-$ das Visum „on arrival“, welches einen berechtigt sich 30 Tage im Land aufzuhalten. Da der Flughafen etwas außerhalb liegt, ist man gezwungen mit dem Tuk Tuk, Taxi oder Motorbike in die Stadt zu fahren bzw. sich fahren zu lassen. Immerhin: Die Preise sind von der Stadt festgelegt und man kann so nicht über den Tisch gezogen werden. Um 9$ ärmer und gute 30 Minuten später stand ich im Hostel, schob die Kohle über den Tresen, bekam meinen Schlüssel in die Hand gedrückt und konnte endlich schlafen gehen.

Die Unterkunft war ein echter Glücksgriff. Sehr zentrale Lage, Wäscheservice, Visa-Service, Rooftop Bar, Essen und Trinken zu fairen Preisen. Generell war es zusätzlich möglich Stadtfahrten, Erlebnistouren oder Busfahrten durchs ganze Land und auch nach Thailand, Laos und Vietnam zu buchen. Allerdings ergab eine kurze Recherche, dass es bis zu 50% günstiger war, selbst online zu buchen. Ehrlich gesagt auch nicht besonders verwunderlich, irgendwie muss man daraus ja auch seinen persönlichen Gewinn ziehen.

Phnom Penh hat mich jetzt nicht sonderlich beeindruckt. Tempel hier, Tempel da und das groß angepriesene ehemalige Gefängnis der Stadt war eher enttäuschend, als sehenswert. Fotografieren war zudem strengstens verboten. Ein paar Fotos habe ich trotzdem gemacht, obwohl es eh nicht viel zu fotografieren gab. Interessant war nur ein Raum in dem Stellwände standen, auf denen Personen ihre Geschichte erzählten. Teilweise durchaus bedrückende Schicksale. Immerhin, dank meines neuen Studentenausweises (Thailand macht’s möglich…), konnten 10$ (!) Eintritt gespart werden, da für Studenten der Eintritt kostenfrei ist.

Fußball hatte die Stadt jedoch reichlich zu bieten. So hatte ich die Gelegenheit in 2 von 3 Stadien, insgesamt 3 Spiele des letzten Spieltags zu sehen. Unter anderem konnte ich das Spiel des Tabellenersten gegen den Tabellenzweiten und somit den neuen Meister der Metfone C-League sehen. Dazu an anderer Stelle mehr.

Zum Rest gibt es nicht sonderlich viel zu sagen, die Bilder verschaffen hier einen besseren Eindruck, als man es mit Worten ausdrücken könnte. Es ist jetzt nicht so, dass ich davon abraten würde Phnom Penh einen Besuch abzustatten, um es klar zu sagen. Vielleicht hat Bangkok die Messlatte auch nur sehr hochgelegt und ich hatte automatisch einen zu hohen Anspruch an die Stadt. Achja, das Essen der Garküchen konnte mit dem Topniveau derer aus Bangkok nicht mithalten. Für meinen Geschmack insgesamt etwas zu süß gehalten. Freunde des Pak Choi kommen jedoch voll auf ihre Kosten. Ich hatte teilweise den Eindruck, dass es sich hier um eine Art Nationalgemüse handelt. Es wird praktisch in jeder Speise verarbeitet, passte bei meinen Gerichten aber auch immer geschmacklich hervorragend dazu.

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