(Leider nur) Ho-Chi-Minh-Stadt

Vietnam: UN-Mitgliedsstaat 31/193

Tja, so kann es kommen, da freut man sich auf Hanoi und die Halong Bucht und am Ende liegt man mit Denguefieber flach und kann eine Woche keinen Finger krümmen – äußerst ärgerlich! Nicht mal Ho-Chi-Minh konnte ich mir angucken.

Bereits in Siem Reap ging es mir nicht besonders gut und ich hatte dort schon beschlossen, auf eine Besichtigung der Stadt zu verzichten und mich lieber zu erholen. Lediglich am ersten Abend war ich auf einem „Night Moon Market“, welcher wirklich alles verkaufte, was es auf der Welt zu kaufen gibt. Als es dann mit dem Bus über 50 Stunden von Siem Reap zur Halong Bucht gehen sollte, merkte ich schon auf der Fahrt nach Phnom Penh, das es mir deutlich schlechter ging als bisher gedacht. Auch ein sehr ausgiebiges Frühstück verbesserte nicht wirklich meine Lage und so ging es weitere 10 Stunden von der Hauptstadt Kambodschas an den Grenzübergang zu Vietnam. Dort dauerte es über eine Stunde, bis endlich alle ihren Stempel im Reisepass hatten und die letzten 4 Stunden Fahrt, in die ehemals am weiten entwickeltste Stadt Asiens, weitergehen konnte. Dort angekommen, war ich nicht nur nervlich, sondern auch körperlich nicht in einem Zustand, den man als gut bezeichnen kann. Als Erstes besorgte ich mir eine SIM-Karte um wieder mobil zu sein, um somit das nächstgelegene Krankenhaus zu googlen. Dieses sollte 2 Kilometer entfernt liegen. Glücklicherweise hatte der Bus mitten im Backpackerviertel gehalten und ich konnte schnell eine gute Unterkunft finden, in der ich dann auch die ganze Woche blieb. Nachdem mein Zeug verstaut war, ging es zum Krankenhaus, wo ich entnervt feststellen musste, das kein Mensch in der Lage war auch nur mehr als 1 Wort englisch zu sprechen. Auch in den nächsten 3 Krankenhäusern konnte kein Mensch englisch! Für mich unbegreiflich, wie in einer solch großen und von Touristen belagerten Stadt in Krankenhäusern englisch so wenig verbreitet sein kann.

Zum Glück gibt es ja noch die Deutsche Botschaft! Die Frau am anderen Ende konnte mir eine Adresse von einem Krankenhaus geben, wo man garantiert englisch sprechen würde, sogar deutsch sollten da Leute sprechen. Malaria Check-Ups würde die Klinik auch durchführen. Um diese wertvolle Information reicher, ging es für eine Nacht zurück ins Hotel.

Am nächsten Morgen fuhr ich mit dem Taxi zur Klinik, wo ich auf sehr kompetente, top organisierte und äußerst freundliche Ärzte traf, die mich innerhalb von 3 Stunden komplett durchcheckten und mit allen Notwenigkeiten versorgten. Diagnose: Denguefieber – fiese Sache, aber immer noch 100 mal besser als Malaria. An dieser Stelle auch noch mal ein großes Dankeschön, an den Chef der Krankenwagenflotte, der Deutsch sprach und mir bei der Übersetzung der medizinischen Fachbegriffe zur Seite stand.

Die restlichen Tage bis zum Abflug nach Kuala Lumpur verbrachte ich im Hotel.

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